Gay Romances

St. Nacho's – Z.A. Maxfield

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Inhalt:

Cooper, der klassische Bad Boy, ist auf der Flucht - vor sich und seiner Vergangenheit. Sobald er sich an einem Ort zu heimisch fühlt steigt er auf sein Motorrad und zieht weiter. Unfähig seine Gefühle zuzulassen oder gar zu zeigen, ist seine einzige Form der Kommunikation die Musik. Seine Geige. Angekommen in Kalifornien beginnt er im St. Nacho's – einer schwulen Strandbar – zu jobben. Dabei findet er in kürzester Zeit Menschen, die ihn in ihre Familie aufnehmen und er beginnt sich schneller wohl zu fühlen, als ihm lieb ist.

Shawn ist Darsteller einer gehörlosen Theatergruppe des nahe gelegenen Colleges und flirtet bereits bei seinem ersten Besuch heftig mit Cooper. Sein Charme und sein engelsgleiches Aussehen verfehlen ihre Wirkung nicht und die beiden verbringen die Nacht miteinander. Während Cooper nur den reinen Sex zulässt und jedem Kuss ausweicht, will Shawn schnell eine echte Partnerschaft. Die Sprachlosigkeit auf beiden Seiten erschwert die Annäherung einerseits, zwingt Cooper auf der anderen Seite mehr von sich Preis zu geben, als er eigentlich bereit gewesen wäre. Durch seine Hartnäckigkeit gelingt es Shawn allmählich zu Cooper durchzudringen.

Im zweiten Teil des Buches nimmt die Handlung eine überraschende Wendung. Nicht mehr die Beziehung zwischen Cooper und Shawn steht im Vordergrund, sondern Cooper wird von seiner Vergangenheit in Form seines Exfreundes Jordan eingeholt.


Kritik:

Z.A. Maxfield ist ein bezauberndes Buch gelungen, dass trotz des klassischen Themas des tortured heros nicht im Kitsch versinkt. Und Männer auch wie Männer agieren . Sie spielt mit den Rollenklischees, der vermeintlich schwache gehörlose Shawn, der Cooper in vielen Belangen zunächst überlegen ist und selbstbewusst eine Beziehung einfordert.

Durch die gewählte Erzählperspektive (erste Person aus Coopers Sicht) liegt der Schwerpunkt auf Coopers Entwicklung. Man spürt die Zerrissenheit, in der er sich befindet. Seine Ängste und seine Sehnsüchte. Shawn hingegen bleibt ein wenig farblos, ein paar Ecken und Kanten hätten ihn vielleicht mehr Tiefe gegeben. Die vorhandenen Erotikszenen sind direkt und ohne unnötige Ausschweifungen,insbesondere da zunächst die sexuelle Beziehung der beiden im Vordergrund steht. Auch hier ist der dominante Part eindeutig verteilt, was zunächst überrascht, aber im Laufe des Buches mehr als schlüssig wird.


Fazit:

Ein wunderschöner Liebesroman, flüssig und spannend geschrieben. Cooper ist ein Held, wie man es sich wünscht, der mit Shawn seinen Partner fürs Leben findet. Coopers Exfreund Jordan ist Protagonist des Nachfolgebandes „Physical Therapie“.



9.8.09 20:48

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